Volkslauf in Altastenberg

Der Samstag war noch ohne Termine und einen langen Lauf wollte ich am Wochenende eh machen. Da kam mir der Volkslauf des Skiclub Altastenberg doch gerade recht… (Update: Jetzt auch mit Laufbericht )

Vorher

Meine bessere Hälfte ist am Samstag unterwegs und so habe ich den Tag für mich. Direkt war mir klar, dass ich die Zeit auch für einen schönen langen Lauf nutzen würde. Eine Strecke hatte ich mir auch schon überlegt, doch es sollte anders kommen.

Aus einer Laune heraus habe ich bei Google einfach mal Halbmarathon Juli eingegeben und bin fündig geworden. Am Samstag, den 16.07. findet im Sauerland ein schöner Volkslauf statt. Der Skiclub Altastenberg veranstaltet den 54. Hochsauerlandlauf am Kahlen Asten, der ja immerhin der zweitgrößte Berg in NRW ist.

Als Strecken werden 3, 11 und 25km angeboten. Also habe ich mich mal für den 25km Lauf angemeldet. Treffe ich jemanden von Euch?

Details gibt es beim Ski Club Altastenberg

Laufbericht

Ja, da ich den Lauf ja wirklich gelaufen bin, gibt es jetzt auch den Laufbericht dazu.

Anreise

Ich wohne ja Bochum und der Lauf hat in Altastenberg stattgefunden. Das sind so 130km und dank der Strecke ca 1:30-1:45 Fahrtzeit. Tasche gepackt und lockere Sportkleidung an habe ich mich so 12:45 auf den Weg gemacht. Die Anmeldung sollte ja ab 14:00 besetzt sein und um 16:00 der Start stattfinden. Auf dem Weg habe ich ein paar Laufpodcasts gehört und wurde immer aufgeregter. Die letzten Kommentare meiner Freunde „Ups, unerotisches Höhenprofil!“ haben mir dann doch etwas bammel gemacht.

Ups, unerotisches Höhenprofil! Klick um zu Tweeten

Angekommen bin ich dann so 14:30 und habe mir erst mal meine Startnummer geholt. Dann ein wenig die Gegend und das Gelände erkundet. Ein paar Fotos habe ich natürlich auch gemacht 😉

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Der Start

15 Minuten vor dem Start war die Spannung schon noch größer. Alle noch mal schnell zur Toilette, dann die Muskeln locker aufwärmen und langsam im Startbereich einfinden. Knapp 100 Läufer, Läuferinnen und Hunde kamen zusammen. Ein lockerer, netter Haufen quer durch alle Fitnesslevel und Altersgruppen. Ich mag sowas. Die letzten Minuten habe ich dann schon meine Musik auf die Ohren gebracht, um locker zu werden/bleiben. Der Respekt vor der Strecke wurde nicht weniger, wenn man die Läufer reden hört… Dann der Startschuss und alles geht los. Direkt locker bergab und das Feld verteilt sich schon auf den ersten paar hundert Metern nach eigenen Zielen. Nicht jeder plant hier unter 2 Stunden zu laufen 🙂

Der Lauf

Toll. Anspruchsvoll aber schön. Dies war mein erster Wettkampf in 2016 (abgesehen vom Strongmanrun) und die Länge mache ich eigtl. auch eher auf ebener Strecke zur Zeit. Die Info, dass es statt der 25km doch eher 23,7km werden würden, war für mich jetzt auch nur so mittel beruhigend, wenn ich mir das Höhenprofil anschaue.

Erstaunlicherweise ging es richtig gut ab. Bergab und auf gerader Strecke habe ich Gas geben können und bergauf habe ich durchgezogen. Mein Schnitt lag lange bei rund um die 5:10, was für mich echt toll war. Nach und nach konnte ich ein paar Läufer kassieren und hielt dabei dann auch kurze Schwätzchen. Tolle Läufer auf der Strecke. So macht das richtig Spass. Ich hatte immer jemanden in Sichtweite vor mir, der mich dadurch quasi etwas gezogen hat. Ich kann ja schlecht hinterherlaufen 😉 Bin eher der „Den bekomme ich auch noch“ Typ. Was aber zum Ende hin dann auch weniger wurde…

Die letzten Kilometer hatten es dann aber wirklich in sich. Es ging bergauf. Immer. Da zeigte sich dann, wer sowas öfters macht und Bergläufe anscheinend schon häufiger trainiert hat, als ich. Kurz vor Schluss überholte mich z.B. die bestplatzierte Frau der W30 (Daniela). Wir haben auf den letzten Steigungen ein paar Meter zusammen gemacht, aber hinten raus war sie dann doch noch etwas frischer als ich. (Man muss aber auch erwähnen, dass ich 1-2kg mehr mit mir rumschleppe 😉 ).

Mein Lauf auf Strava bzw Polar Flow

Elapsed Time Moving Time Distance Average Speed Max Speed Elevation Gain
02:09:14 02:08:56 23.64 11.00 19.08 493.80
hours hours km km/h km/h meters

Am Ende finde ich ja, man sollte nicht nur in Altersklassen bewerten, sondern auch in Gewichtsklassen. Wenn ich mir vorstelle, ich könnte mit 10-20kg weniger die Berge angehen, würde ich mich schon freuen (Meine Körpermasse wird ja gerade aktiv reduziert, nächstes Jahr also sub-2 Stunden). Die Strecke fand ich super. Schön durch die Wälder und Felder, immer mal wieder auf und nieder, aber nichts, was überhaupt nicht ging.

Ganz kurz vor Schluss noch eine extra Kurve. Die 11km Strecke ging direkt Richtung Ziel, unsere Strecke wurde dann aber noch mal um eine Extra-Schleife erweitert, um näher an die 25km zu kommen. Das ist ja nicht so für mich. Das Ziel schon sehen und dann aber noch mal ne Runde extra zu drehen… Aber durchgehalten. Die letzten Meter ging es dann etwas über die Felder, bis man das Ziel dann auch wirklich fand. Schön, dass auch bei so einem recht kleinen Lauf immer mal ein paar Leute an der Strecke stehen und anfeuern. Danke Euch allen!

Der Zieleinlauf war dann die pure Überraschung. Ein Blick auf meine Laufuhr zeigte dann die 2:09 an. 2:09? Ich hatte mit irgendwas Richtung 2:20/2:30 gerechnet. Wow! Verrückt!

Im Ziel viele glückliche Gesichter. Man lächelt und nickt sich zu, lockere Unterhaltungen und viel Trinken. Ich bin glücklich. Sehr zufrieden. Danke Altastenberg, Danke Ski Club Altastenberg.

Hier mal mein Puls im Vergleich zum Höhenprofil:
Bildschirmfoto 2016-07-17 um 10.25.15

Man sieht schon, dass es anstrengend war.

Um es dann ganz verrückt zu machen, wurde ich dann noch 2. in meiner Altersklasse. Mein erster Platz auf dem Treppchen und ich war nicht bei der Siegerehrung 🙁 Konnte ja auch keiner ahnen. OK, es gab nur 3 Läufer in meiner AK, aber immerhin war ich sogar noch deutlich schneller als der 3., was mich doch ein wenig selbst über mich beeindruckt.

Bildschirmfoto 2016-07-16 um 23.27.25

Die Organisation

Lieber Ski Club Altastenberg, vielen lieben Dank! Das habt Ihr toll gemacht. Angefangen von den vielen leckeren Kuchen, der Umkleidemöglichkeit vor Ort und den vielen netten Helfern an der Strecke und drumherum. Toll. So macht es echt Spass. 2017 komme ich gerne wieder. 

Der Tag danach

Heute sitze ich hier, schreibe den Laufbericht und bin noch immer sehr positiv beeindruckt. Von dem Event, von meiner Leistung und von meinem Körper, der es scheinbar ganz gut weggesteckt hat. Klar spüre ich den Lauf in den Knochen, aber das ist dieser angenehme Schmerz. Der Dir zeigt, dass Du was gemacht hast. Genau so sollte es sein.

Altastenberg hat Spass gemacht. 2017 wird dort wieder gelaufen. Klick um zu Tweeten

 

Autor: Markus

Markus ist fit. So ein wenig. Noch nicht so richtig. Und Markus ist zu dick. Subjektiv wie auch objektiv. Das will Markus ändern.

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