Lauftraining im Dunklen

Im Dunklen sind nicht nur Selfies schlecht zu erkennen…

Mein Lauftraining im Dunklen: Durch meinen Job bin ich dazu gezwungen in der Winterzeit im Dunklen Laufen zu gehen. Im Dunklen laufen ist so eine Sache. Die Strecke ist natürlich die gleiche, aber man selbst sieht nicht so gut und wird auch nicht so gut gesehen. Aber für mich bietet es tatsächlich eine weitere Trainingsmöglichkeit. Und das besondere dabei: Ich muss mich mehr auf den Boden konzentrieren. Bodenwellen und Hindernisse sind nicht so leicht auszumachen, wie am Tage und somit ist man konzentrierter bei der Sache. Genau wie beim Hindernislauf.

Mein Lauftraining im Dunklen hat sich in meinen Trainingsplan einsortiert. Mit ein wenig Routine und Vorbereitung ist es für mich kein Problem. Ich überlege mir im Vorfeld die Strecke, um nicht in einen komplett unbeleuchteten Bereich zu kommen. Während ich grundsätzlich gerne durch die Natur laufe, halte ich mich Abends dann doch eher an die beleuchteten Strassen und fühle mich dort sicherer. Musik habe ich dann nicht immer auf den Ohren, da mir der eingeschränkte Sehsinn dann doch etwas „unheimlich“ ist und ich dann wenigstens hören möchte, wenn sich mir jemand nähert. Sonst läuft man an einem Häusereingang vorbei und erschrickt, wenn dort plötzlich jemand steht, weil man ihn nicht gehört hat.

Dann ist da die zusätzliche Ausrüstung, auf die man im Dunklen nicht verzichten sollte. Die Stirnlampe ist für mich unverzichtbar. Auch wenn ich grundsätzlich auf beleuchteten Wegen laufe, ist sie mein Backup und im Falle des Falles habe ich Licht dabei. Je nach Ausführung haben die auch gleich ein Notfallprogramm und „morsen“ das SOS. Mit der Stirnlampe kann man aber tatsächlich auch mal einen Lauf in kompletter Dunkelheit absolvieren.

Eine Reflektierende Jogging-Weste finde ich persönlich eher unpraktisch über den Laufsachen. Ich tendiere da eher zu reflektierenden Schultergurten, der lockerer über der eigentlichen Laufkleidung getragen werden kann. Man schwitzt nicht mehr und ist trotzdem gut sichtbar. Für Arme und evtl Beine sind einfache Reflexbänder praktisch, die sich einfach um die Gelenke legen und dann dort reflektieren. Ich habe auch schon Personen mit aktiv leuchtenden/blinkenden Rücklichtern laufen sehen. Das finde ich persönlich übertrieben.

Mit dieser Ausrüstung komme ich mir nicht überladen vor und ich werde definitiv gesehen. Mit der Stirnlampe ist meine Sicht gesichert und ich fühle mich sicherer.

Im Dunklen sorge ich dafür, dass ich mich nicht verausgabe und nicht zu sehr ermüde, da dort die Verletzungsgefahr entsprechend größer ist. Wenn ich nach einem Arbeitstag noch um 20:00 Uhr laufen gehe, dann bitte ruhig und locker. Bedeutet für mich dann eher ein Tempo von 05:30/km im Schnitt und nur ca. 1 Stunde. Damit bin ich in einem Bereich, der leicht fordert, aber mich nicht ermüdet. Meine Konzentration ist noch bis zum letzten Schritt hoch und ich kann den Lauf genießen. Nur so kann ich mein Training aufrecht erhalten, ohne in der Mittagszeit laufen zu gehen oder meine Gesundheit zu gefährden.

Autor: Markus

Markus ist fit. So ein wenig. Noch nicht so richtig. Und Markus ist zu dick. Subjektiv wie auch objektiv. Das will Markus ändern.

Kommentar verfassen